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Kreativitäts-Glossar: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Daten: Informationen, die Fakten, Eindrücke, Beobachtungen, Gefühle, Fragen u.W.m. beinhalten können.

Debriefing (englisch): Kurzauswertung nach einem wichtigen Ereignis; vgl. auch Briefing.

Deduktion: Kreatives Prinzip: Das Schließen vom Allgemeinen auf das Besondere, z.B. das Ableiten einer Idee aus einer oder mehreren anderen. Denken in Aufgabenbestandteilen; in der Theoriebildung: Wahrheitskonservierender Schluss, Gewinnung spezieller Einzelerkenntnisse aus allgemeinen Theorien. S. auch Induktion.

Deduktiv (Adjekt.): Ableitend, schlussfolgernd; vgl. auch induktiv.

Deeskalieren: (Etwas) stufenweise verringern, abschwächen (z.B. einen Konflikt); vgl. auch eskalieren.

De facto (latein.): Nach Tatsachen, nach Lage der Dinge, in der Praxis, tatsächlich, faktisch.

Defätismus: Zustand der Mutlosigkeit oder Schwarzseherei.

Defätist: Zweifler, Bedenkenträger, Miesmacher, Skeptiker, Schwarzmaler/-seher, Unkenrufer.

Default Mode-Netzwerk (deutsch: Ruhezustands-Netzwerk): Kreativitätsrelevante Gehirnregion die insbesondere im entspannten "Ruhe-Modus" dafür zuständig ist, Ideen und Assoziationen aus anderen Gehirnbereichen zu sammeln; bekanntes Beispiel dafür: Archimedes' Heureka-Effekt in der Badewanne.

Definition: Formale Erklärung über die Bedeutung eines Gegenstandes oder einer Aussage; auch: Begriffsbestimmung, Begriffserklärung, Erklärung, Deutung.

Degoutant (französ.)(Adjekt.): Abstoßend, widerlich; oft auch im Zusammenhang als Killerphrase eingesetzt.

Degressiv (Adjekt.): Abnehmend; Gegenteil von progressiv.

Déjà-vu-Erlebnis (französisch): Psychologisches Phänomen, das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen oder geträumt zu haben; Gegenteil von jamais vu-Erlebnis.

Dekade: Zeitraum (meist von 10 Jahren (daher gilt als Synonym "Dezennium")).

Deklaratives Gedächtnis: Teil des Gedächtnisses, in dem explizites Wissen, das bewusst verbalisiert werden kann, gespeichert wird; s. auch die weitere Unterteilung in semantisches Gedächtnis und episodisches Gedächtnis.

Dekret: Verordnung, Verfügung.

Dekretieren (Verb): Ver-/ anordnen, bestimmen.

Deliberate creativity: Englisch für Absichtliche Kreativität.

Delirium: Wahnzustand.

Delisting: Usprünglich aus dem Aktienrecht stammende Begrifflichkeit, Bedeutung: Streichung einer Person/ einer Sache von einer Liste iSv. nicht mehr gelistet sein/ aufgeführt werden.

Delta-Gehirnwellen: Auch Deltawellen genannt; Gehirnwellen, die im Tiefschlaf oder sogar in einem Koma auftreten.

Demagogie: Ideologische Hetze (bekannt geworden besonders im politischen Bereich); auch in dem Bereich "Killerphrasen" vorkommend.

Demenz: Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt; meist einhergehend mit einer Erkrankung des Gehirns und fortschreitender, krankhafter Vergeßlichkeit i.S.v. Verlust der Erinnerungsfähigkeit und Denkleistung (im Gegensatz zur reinen, meist gleichbleibenden Altersvergeßlichkeit). Als Risikofaktoren, die Demenz zumindest früher auslösen bzw. begünstigen können, gelten ua. mangelnde Bewegung, übermäßiger Alkoholkonsum, fehlende soziale Kontakte, Depressionen - und neueren Studien zufolge auch psychische Erkrankungen/Störungen (wie etwa "psychotische Störungen"); weiterhin sagen Experten: "auch ein Hörverlust im Alter kann eine Demenz begünstigen", und weiters: "Zucker (kann zu Veränderungen der Gefäße und damit zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führen, was eine schlechtere Gedächtnisleistung erklären kann)". Entstehung und Verlauf: Die Demenz entwickelt sich häufig über Vorstufen, die unter dem Begriff "Mild Cognitive Impairment" (MCI), ("milde geistige Beeinträchtigung") oder auch kognitiver Dysfunktion zusammengefasst werden, solange noch keine Beeinträchtigung des Alltags vorhanden ist. Als entgegenwirkende (kurative) Maßnahmen gelten: Regelmäßige geistige u./o. körperliche Betätigung, regelmäßige Bewegung, soziale Kontakte, Stressabbau bzw. Anti-Stress-Aktivitäten, ggf. Suchtprävention, gesunde und zuckerarme Ernährung, Mentales Training u.A.m..

Deming-Kreis (auch: PDCA-Zyklus): Vorgehensmodell zur ganzheitlichen Problemlösung und KVP-Umsetzung.

Demografie: Statistik und Lehre von der Bevölkerungsentwicklung.

Dendrit: Verzweigungen der Nervenzellen des Gehirns.

Denkbahnen: S. Denkrille/n.

Denken: Sammelbegriff für alle Vorgänge im Gehirn, die mit Vorstellungen und Erinnerungen zu tun haben.

Denkfabrik: S. Thinktank.

Denkfalle (auch: kognitive Täuschung): Mentale/r Reaktion/Zustand, wenn eine Problemsituation identifiziert ist und einen bewährten Denkmechanismus in Gang setzt, aber dieser Denkmechanismus mit der Situation nicht zurechtkommt und zu Irrtümern führt; vgl. auch Intelligenzfalle und Denkrille nach de Bono.

Denkkapazität: Gesamtheit aller Denkleistungen und Fähigkeiten zu denken; oft im gleichen Kontext gebraucht wie Hirnakrobatik.

Denkleistung: Gedankliche Leistung, Arbeit.

Denkleistungsfähigkeit: Fähigkeit des Gehirns, komplexe Denkoperationen (wie z.B. Erinnern, Konzentration u.W.m.) bewusst, systematisch und wiederholbar durchzuführen.

Denkmodus (vom Lateinischen abstammend, Singular; Plural: Denkmodi): Bestimmte Art und Weise zu denken; s. auch Denkstil.

Denkmuster: Regelmäßig in Reaktion auf eine Situation (oder auch auf vermeintlich ähnliche Situation) erfolgender Gedankengang; oft in einer eingefahrenen Denkbahn (Denkrille) erfolgend.

Denkorgan: Umgangssprachlich für Gehirn.

Denkpsychologie: Älterer Sammelbegriff für einige Richtungen der Psychologie, die in besonderem Maße das Denken und Problemlösen erforschten, mithin Gedanken als pychisches/r Erleben bzw. Vorgang untersuchten (wie zB. die Assoziationsspychologie oder die Gestaltpsychologie); heute ist sie keine eigenständige Disziplin der Psychologie mehr, sondern ein Bestandteil der Kognitionspsychologie.

Denkrille: Gewohnte, eingefahrene Bahn des Denkens; verhindert das Wahrnehmen und Erreichen neuer Lösungen.

Denkschablonen: S. Denkrille/n.

Denksport: Oft andere Bezeichnung für Gehirnjogging.

Denkstil: Konzept in der kognitiven Psychologie, zur Beschreibung der bevorzugten Art und Weise, wie Individuen denken, Informationen wahrnehmen, und sich daran erinnern, bzw.: Bevorzugte Herangehensweise an Aufgabenstellungen; s. auch kognitiver Stil, oder auch Kreativitätsstile.

Denkverbot: Bezeichnung für äußere (z.B. Regeln, Normen) oder innere (z.B. Wertvorstellungen, Gedanke an Konsequenzen) Restriktionen, die freies Denken verhindern oder begrenzen; auch: das Nichtzulassen, Unterdrücken von Meinungen, Meinungsäußerungen (die von einer vorgegebenen Linie, einem Dogma oÄ. abweichen). S. auch Blockaden.

Denkwelten: Synonym für Summe aller eigenen Gedankengänge; auch: Summe aller individuellen Denkmuster.

Denkwerkzeug: Eine Begrifflichkeit, die ua. durch Edward de Bono bekannt wurde, und oft synonym für Kreativitätstechnik gebraucht wird.

Denkzentrale: Umgangssprachlich für Gehirn.

Denkzettel: Gedächtnisstütze, Merkhilfe; auch allgemein bzw. im übertragenen Sinn: eindringlicher Hinweis in Form einer Bestrafung oder Ermahnung.

Denkzwerg: Neueres Schimpfwort i.S.v. "Dummkopf".

Denotation: Die neutrale Bedeutung/ Grundbedeutung eines Wortes; der inhaltliche Kern.

Depolarisation: In der Zellphysiologie eine Änderung des Membranpotentials in Richtung positiver (oder verringerter negativer) Werte.

Depot: Sammelstelle.

Depriorisierung: Herabstufung der Priorität einer Aufgabe oder eines Projekts; vgl. auch Priorisierung und Repriorisierung.

Deprivation: Zustand von Entbehrung, Entzug oder der Isolation von etwas Vertrautem; auch: Verlust, Mangel, Gefühl einer (sozialen) Benachteiligung.

Deregulierung (auch: Deregulation): Beseitigung von regelnden u./o. hemmenden Maßnahmen. Im Kreativitätsmanagement oft: Beseitigung von Regeln.

De-Risking: Risiko-Minimierung.

Derivation: In der Linguistik: Mittel der Wortbildung; auch: Prozess der Bildung, Ableitung.

Desaster: Unglück, Verheerung, katastrophaler Misserfolg.

Desavouieren (französisch): Widersprechen, nicht anerkennen; auch: Bloßstellen, herabwürdigen.

Desiderat (lateinisch; auch Desideratum; Plural: Desiderate bzw. Desiderata): Wunschobjekt (eigentlich: "von den Gestirnen herabgeflehtes"); etwas Erwünschtes, was fehlt/ benötigt wird/ erwünscht ist.

Designiert (Adjekt.): Für ein Amt vorgesehen.

Desillusionieren: Einer Illusion berauben.

Desinvestition: (Strategischer) Rückzug aus einer Investition, in der Regel also der Verkauf von Vermögenswerten; Gegenteil von Investment oder Investition.

Deskriptiv (Adjekt.): Beschreibend.

Despektierlich (Adjekt.): Den Respekt vermissen lassend, respektlos; auch: Abwertend, geringschätzig. s. auch respektierlich.

Destruktiv (Adjekt.): Zerstörerisch; im Gegensatz zu konstruktiv.

Destruktive Kritik: Kritik, die auf Verriss eines Sachverhaltes abstellt; Gegenteil von konstruktiver Kritik.

Desuggestionen: Aufheben einschränkender Suggestionen; ein Begriff aus der Suggestopädie.

Detektieren: (Etwas) erkennen, feststellen, anzeigen, registrieren.

Detektion: Feststellen, Aufspüren, Erkennen; s. auch detektieren.

Determinante: Bestimmter, abgegrenzter Faktor.

Determination: Nähere Begriffsbestimmung, Festlegung.

Determinieren: Genau festlegen, begrenzen, beeinflussen

Determinismus: In der Philosophie: die Lehre von der kausalen (Vor-)Bestimmtheit allen Geschehens; s. auch Indeterminismus.

Deterministisch (Adjekt.): Vorher bestimmbar.

Deutungshoheit: Begrifflichkeit, gebräuchlich im Business- und Managementkontext; Bedeutung: Alleinige Befugnis (einer Person, Institution o.Ä.), etwas zu deuten, bzw. alleiniges Recht (etwas) zu interpretieren, wie sich etwas verhält.

Devianz: Die Abweichung von der Norm, i.S.v. von der Norm abweichendes Verhalten.

Dezennium: Zeitraum von 10 Jahren.

Diagramm: Abbildung, grafische Darstellung eines Sachverhaltes.

Dialektik: Kunst der Gesprächsführung und Überzeugung, Lehre von der Beweisführung.

Dialektisch (Adjekt.): In die Philosophie: entsprechend der Methode der Dialektik; in Gegensätzen denkend. Allgemein bildungssprachlich: Spitzfindig, haarspalterisch.

Dianoetik: Die Lehre vom Denken; die Kunst des Denkens.

Didaktische Reduktion: Methode der Vereinfachung und Reduktion einer komplexen Wirklichkeit, um eine lernergemäße Präsentation des jeweiligen Lerninhaltes zu ermöglichen; s. auch Elementarisierung.

Differenzierung: Prozess der Unterscheidung; in der Didaktik auch gebraucht i.S.v. Lern-Arrangements, die an den individuellen Lernmöglichkeiten des Lernenden ansetzen. S. auch Intensivierung.

Diffizil (Adjekt.): Schwierig, kompliziert, heikel; auch: schwer verständlich.

Diffusionsmodell: Verlaufsmodell für die Akzeptanz und Ausbreitung neuer Ideen (nach Rogers (1960er-Jahre).

Diffusionstheorie: Theorie über die Prozessen, die durch Einführung und Verbreitung von Innovationen in einem sozialen System, wie z.B. dem Markt, ausgelöst werden.

Digital (Adjekt.): Alles, was man mit Ziffern anzeigen und/oder zählen kann und eine exakte, eindeutige Größe hat; digitale Werte können nur zwei Zustände annehmen (per Definition: 1 und 0, oder High und Low), im Gegensatz zu analog.

Digitale Demenz: Begrifflichkeit und Theorie aus der Medienpsychologie (erstmals erwähnt 2007; bekannter geworden nach 2012 durch Spitzer), dass die vermehrte Nutzung digitaler Medien mentale Defizite bewirkt, die sich negativ auf Lernen, Gedächtnis und Denken auswirken; These: Mit einer stetig steigenden Nutzung von Technik verliert der Mensch die Fähigkeit sich Dinge zu merken bzw. macht sich auch ein allgemeine Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit bemerkbar.

Diktion: Ausdrucksweise.

Dimension: Format, Größenordnung, Maßstab; auch: Anzahl der Freiheitsgrade in einem Raum.

Dinglich (Adjekt.): Gegenständlich, real (z.B.: dingliches Wesen, dinglicher Wert, dingliche Ereignisse, ...); in der Realität vorhandene/existente Sache (oft in der Rechtssprache gebräuchlich).

Direktiv (Adjekt.): Direkt oder indirekt eine Anweisung gebend.

Diskontinuierlich (Adjekt.): Unregelmäßig; Gegenteil von kontinuierlich.

diskordant (Adjekt.): ungleichförmig; s. auch konkordant.

Diskreditieren: Jemanden/etwas in Verruf bringen, jemandes Ruf/ Ansehen schaden; das gezielte Untergraben des in eine Person oder Sache gesetzten Vertrauens in der Öffentlichkeit.

Diskrepanz: Widersprüchlichkeit; auch: Mißverständnis.

Diskurs: Erörternder Vortrag; auch: Hin und her gehende/s Diskussion oder Gespräch.

Diskursiv (Adjekt.): Begründend, beweisend, logisch; auch: Von Begriff zu Begriff (logisch) fortschreitend, erörternd. Im Zusammenhang mit Kreativitätstechniken früher oft in Abgrenzung gebraucht zu intuitiv.

Disparat (Adjekt.): Grundverschieden, ungleichartig, verschiedenartig.

Disparität: Verschiedenheit, Anderssein; auch: ein Nebeneinander von Ungleichem.

Disposition: Empfänglichkeit, Anlage.

Disput: Streitgespräch.

Disruption: neudeutsch für "Unterbrechung, Störung, Bruch, Unordnung oder Zerstörung".

Disruptiv (Adjekt.): Etwas Bestehendes auflösend, zerstörend.

Disruptive Innovation (wahrscheinlich zurückgehend auf Prof. Clayton M. Christensen 1995): Innovation, die bisherige Spielregeln des Marktes verändert, bestehende "Technologie-, Produkt- oder Dienstleistungs-Erfolgsserien" verändert oder vollständig vom Markt verdrängt, oder auch das bisher vorherrschende Nutzungsverhalten von Zielgruppen obsolet macht, um etwas gänzlich Neues einzuführen. Auch bekannt als revolutionäre Innovation; in Abgrenzung zu inkrementeller Innovation (oder evolutionärer Innovation).

Dissens: Meinungsverschiedenheit in Bezug auf bestimmte Fragen oder Themen; Gegenteil von Konsens.

Dissens-Kultur: Bezeichnung einer Kultur (z.B. in einer Gesellschaft, einem Unternehmen oder einer Gruppe), in der Abweichler respektiert und geschützt werden; s. auch Dissens.

Dissonanz: Im personalen Sinne das "nicht gut miteinander können", eine Störung haben (oder wahrnehmen); im Prozess-Sinne eine Störung oder Unstimmigkeit des Ablaufs oder der Vorgehensweise. Auch: Mißton. Gegenteil von Resonanz.

Dissoziiert sein: Nicht mit seiner ganzen Person in einem Erlebnis sein oder in einer Erinnerung, sondern es von außen sehen, sich selbst von außen beobachten. Günstig bei negativen Erlebnissen (vgl. assoziiert); nützliche Fähigkeit in einem kreativen Prozess, um den Prozessablauf selbst von außen wahrzunehmen und zu reflektieren, um z.B. im Falle von Teamkonflikten wieder zu einem zielorientierten Arbeiten zurückzufinden.

Dis-Stress: Negative, überfordernde oder belastende Form des Stresses; Gegenteil von Eu-Stress.

Distal (Adjekt.): Von der Körpermitte/ dem Körperstamm nach außen wegführend (in der Physiologie/ Anatomie).

Distraktoren: In der Wahrnehmungs- und Gedächtnispsychologie: Ablenkende Reize (Störreize), die einem zu beachtenden Reiz ähnlich sind.

Disziplin: a) (Selbst-) Beherrschung, in Übereinstimmung mit Regeln zu handeln. b) Teil der Taxonomie der Kreativität, der einen bestimmten Bereich (z.B. Kreativität) innerhalb eines Feldes (z.B. Psychologie) bezeichnet.

Dito (Adv.): Ebenfalls, desgleichen, ebenso; abgekürzt oft "dto.".

Divergent (Adjekt.): Ausbreitend; auch: viele Optionen entwickelnd oder Möglichkeiten in Betracht ziehend; vgl. auch konvergent.

Divergentes Denken: Verzweigtes Denken. Bewegt sich in viele Richtungen, bezieht möglichst unterschiedlichste Aspekte mit ein (vgl. konvergentes Denken); beinhaltet die Variablen Ideenflüssigkeit, Ideenschnelligkeit, Flexibilität und Originalität.

Divergenzhypothese: Annahme, dass sich zwei oder mehrere Sachverhalte im Laufe der Zeit zunehmend auseinanderentwickeln.

Divergieren: Abweichen.

Di­ver­gie­ren­de Neu­gier: Begriff nach Daniel Berlyne, wenn je­mand aus Lan­ge­wei­le nach ir­gen­det­was sucht, das Auf­merk­sam­keit er­weckt; vgl. auch spezifische Neugier.

Diversifikation: In der Wirtschaftswissenschaft: Ausweitung des Sortiments (i.S.v. neue Produkte oder Angebote, auch für neue Märkte).

Diversität: Abwechslung, Differenziertheit, Vielzahl, Vielfalt.

Diversity Management (englisch): Vielfaltsmanagement; oft gebraucht i.S.v. soziale Vielfalt konstruktiv nutzen.

Divestment: S. Desinvestition.

DIY (englisch): Abkürzung für "do it yourself" - "mach' es selbst".

Dogma (Plural: Dogmen): Wertneutral: Lehrsatz, der unter Berufung auf besondere Erkenntnisse oder eine bestimmte Autorität als wahr und relevant gilt; in der Praxis oft eine normative Aussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich und unzweifelhaft verstanden oder verkündet wird.

Dogmatisch (Adjekt.): Etwas was den Anspruch erhebt, als allein wahr, allgemeingültig oder verbindlich zu gelten oder gar für alle Zeit gültig zu sein; auch i.S.v.: Keinen Widerspruch duldend.

Dogmatismus: Systematische Entfaltung und Interpretation von Dogmen; Gegenteil von Skeptizismus.

Doktrin: Wissenschaftliche Lehre, System von Ansichten, Aussagen (mit dem Anspruch der Allgemeingültigkeit); auch: Grundsatz, Programm (z.B. politisches).

Dominanz: Überlegenheit, Übermacht, Vorherrschaft.

Doomscrolling: Anglizismus für: Verhalten, bei dem Menschen fast zwanghaft negative Nachrichten lesen, obwohl es ihnen nicht guttut.

Dopamin: Wichtiger Neurotransmitter/ Nerven-Botenstoff, der die Befehle des Nervensystems an die Muskulatur weitergibt, und auch Wahrnehmung und Gefühle beeinflusst; wird z.B. bei intensiven Flow-Erlebnissen ausgeschüttet ("Belohnungseffekt"), daher umgangssprachlich oft auch als "Glückshormon" bezeichnet.

Dopaminerg (Adjekt.): Auf Dopamin reagierend.

Dopaminerges System (auch: Belohnungs-System): Bezeichnung für die Gesamtheit aller Neurone, die den Neurotransmitter "Dopamin" herstellen und zur Ausschüttung verwenden.

Doppelaufgaben-Paradigma: S. Dual-Task-Paradigma.

Dornfortsatz: (Dendrit): Knopf- oder pilzförmige Ausstülpung auf Dendriten von Nervenzellen.

Dossier: Sammlung von Informationen/ Datenmaterial/ Dokumenten zu einem bestimmten Thema.

Dotation: Ausstattung, Ausrüstung; Verb: dotieren.

Doublebind (englisch): S. Zwickmühle.

Double-blind review (englisch): zu deutsch "doppelt verdecktes Gutachten": Verfahren zur Begutachtung der wissenschaftlichen Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit, bei dem sowohl dem Einreichenden unbekannt bleibt, wer seinen Beitrag begutachtet, als auch umgekehrt dem Gutachter unbekannt bleibt, wessen Beitrag er begutachtet.

DPMA: Abkürzung für Deutsches Patent- und Markenamt; obere Bundesbehörde für den gewerblichen Rechtsschutz (und damit auch für Erfindungen und Patente), die dem Bundesministerium für Justiz untersteht.

Drakonisch (Adjekt.): Sehr streng, hart (in Bezug auf Vorschriften, Strafen, etc.).

Drama: Schauspiel, erregende Geschichte.

Drei Affen (auch: Drei weise Affen): Ursprünglich aus dem japanischen stammende bildliche Metapher, die im Westen meist die Bedeutung angenommen hat, allgemein oder im Bezug auf etwas Bestimmtes "nichts Böses 'zu sehen' (Mizaru), 'zu hören' (Kikazaru) und 'zu sagen' (Iwazaru); anders als im japanischen Ursprung ist die Bedeutung in der westlichen Hemisphäre so eher "ein Beispiel für mangelnde Zivilcourage" bzw. "Gleichgültigkeit im Bezug auf etwas".

Drei Mu: Begrifflichkeit aus dem Ideenmanagement, die die sogenannten 3 verlustreichen Mu bezeichnet: * Muda (Verschwendung) * Mura (Unausgeglichenheit) * Muri (Überlastung); sie gelten als die "3 Hauptsäulen der Verlustphilosophie", die im japanischen Toyota Production System (TPS) verfolgt werden.

Droge: Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Jeder Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag, worunter im Allgemeinen aber keine Nahrungsmittel gefasst sind; im gesellschaftlichen Sprachgebrauch: Stoffe und Zubereitungen, die primär zur Erzeugung eines Rauschzustandes oder zur Befriedigung einer Sucht verwendet werden.

DS (englisch): Abkürzung für "Desired State" (deutsch: Wunsch-Zustand); Umschreibung für Soll-Situation. Oft Gegenteil von PS (Present State).

Dualismus: Zweiheit; auch: Zweiteilung.

Dualität: Prinzip des entweder-oder, schwarz-weiß, richtig-falsch; oft auch im Zusammenhang mit dem, lange Zeit vermuteten funktionalen Unterschied der linken und rechten Gehirnhälfte gebraucht.

Dual-Task-Paradigma (deutsch: Zwei Aufgaben-Paradigma/Doppelaufgaben-Paradigma): Beschreibung einer Art von Experimenten in der kognitiven Psychologie/ Neuropsychologie, bei denen eine Versuchsperson zwei Aufgaben gleichzeitig erledigen muss; die Experimente bzw. das resultierende Dual-Task-Training fokussieren auf den Schwerpunkt "Gehirn-Kapazitäten für Informations­verarbeitungs­prozesse beim Menschen" und der Theorie, dass diese Kapazitäten einerseits begrenzt sind, und andererseits in Klassen/ Kategorien aufgeteilt werden können.

Dual-Task-Training (auch Dual-Tasking genannt): Auf dem Dual-Task-Paradigma beruhendes Training, bei dem Aufgaben unterschiedlicher Anforderung (kognitiv und motorisch) simultan bewältigt werden sollen, um Informationsprozesse bzw. die mentale Arbeitsbelastung im Gehirn zu animieren bzw. zu optimieren.

Duktus: In der Sprachwissenschaft gebräuchliche Bezeichnung: Charakteristische Art und Weise sich in Wort und Schrift auszudrücken.

Dunkle Seite: Der Ausdruck weist auf die negativen Seiten von Kreativität hin und bezieht sich auf den Umstand, dass Kreativität als neutraler Begriff keiner ethischen Norm unterliegt; unbeschadet von wünschenswerten Vorstellungen und Zielrichtungen kann Kreativität in der Realität auch negativ zum Ausdruck kommen und missbraucht werden.

Dunning-Kruger-Effekt: Bezeichnung für die systematische fehlerhafte Neigung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen; zurückgehend auf eine Publikation von David Dunning und Justin Kruger (1999), deren Ergebnis in vereinfachten Worten war: "Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist".

Durchbruchsidee: S. Big Idea.

Dyade: Beziehung zweier Menschen.

Dynamische Balance: Aus dem CPS stammendes Konzept von der ausgewogenen Nutzung des divergenten und des konvergenten Denkstils.

Dysfunktion (auch: Dysfunktionalität): Fehlfunktion, Funktionsstörung; in der Soziologie: für den Bestand eines Systems schädliche Sache.

Dysfunktional (Adjekt.): Einer Funktion, Wirkung o. Ä. abträglich; auch: Mit fehlender oder mangelhafter Funktion.

Dysfunktionale Denkmuster: Schädliche Denkmuster (i.S.v. wiederkehrende Gedankengänge), die meist zu (Denk-/ Verhaltens-)Hemmungen bzw. Blockaden führen; auch: mentale Prozesse, die die Leistung und Motivation von Personen negativ beeinflussen. Dysfunktionale Gedanken schränken das Handlungsrepertoire einer Person massiv ein, begrenzen Wahlmöglichkeiten, und stehen etwa der Zielerreichung und Bedürfnisbefriedigung entgegen.

Dysfunktionale Kognitionen: Denkfehler, bei denen aus der (vergangenen) Erfahrung heraus die Zukunft vorweggenommen wird und daraus eine Vorgangsweise für ein Problem abgeleitet wird, die aber zu keiner sinnvollen Lösung des Problems führt.

Dysfunktionales Grübeln: s. Grübeln; oft mit "Warum-Fragen" verbunden.

Dysphemismus (auch Kakophemismus; Gegenteil des Euphemismus (abgeleitet von "von übler Vorbedeutung", "Schmährede")): Begriff aus der Sprachwissenschaft, der über Personen, Dinge, Themen oder Sachverhalte eine negative Wertung beinhaltet oder bewusst negative Assoziationen zu diesen weckt; mit einem Dysphemismus wird das Bezeichnete – vielfach in drastischer Weise – herabgesetzt, auf bewusst negative Weise dargestellt und Missachtung ausgedrückt (Beispiele für entsprechende sprachliche Ausdrücke: "Tippse" für 'Sekretärin', "Regime" für 'eine legitim gewählte Regierung', "Hartzer" für 'Arbeitslose/r', "Querulant" für 'einen sich aktiv einbringenden Oppositionspolitiker oder engagierten Bürger', "paktieren" für 'zusammenarbeiten', "Klimakleber" für 'Klimaaktivisten' (aktuell in 2023), u.W.m.).

Dystopie: Fiktionales düsteres Zukunftsszenarium (zukunftspessimistisch); Gegenteil von positiver Utopie (auch Eutopie genannt). s. auch Utopie.

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